1.500 gegen den L419-Ausbau auf der Straße

Ein Demonstrationszug.
Von der Bushaltestelle Parkstraße (Am Knöchel) zogen die Demonstranten los. Auf zahlreichen Schildern und Transparenten taten sie ihre Meinung kund.

Rund 1.500 Menschen protestierten gegen den vier- bis teilweise sechsspurigen Ausbau der L419 (Parkstraße). Eingeladen hatte das „Bündnis gegen den Ausbau der L419.“

Die friedlichen Demonstranten bildeten einen Querschnitt der Gesellschaft: Junge Menschen und ältere Semester waren vertreten wie Familien mit ihren Kindern. Ebenso taten zahlreiche Hundebesitzer und Anwohner ihren Unmut über die Pläne des Landes NRW kund.

Während die Demo auf der L419 unterwegs war, wurde die Straße zwischen der Kreuzung Staubenthaler Straße und Erbschlöer Straße gesperrt. Über die L419 bis neben das spätere Baugebiet der Forensik gingen die Demonstranten.

Unter anderem sprach der 1. Vorsitzende des Ronsdorfer Verschönerungsvereins (RVV), Martin Schwefringhaus. Dem Verein gehören die an die Straße grenzenden Ronsdorfer Anlagen. Laut dem RVV müssten für den Ausbau 5,5 Hektar Wald gerodet werden, weshalb der Verein unter anderem gegen den Ausbau klagt.

Durch die Sperrung der L419 kam es teilweise zu Staus in ganz Ronsdorf. „Böse Zungen“ meinten: Ein Vorgeschmack für die Ronsdorfer auf die Bauphase, aber auch die Zeit nach den Bauarbeiten.

Neben dem Verlust von Grünflächen und dem aus ihrer Sicht mangelhaftem Lärmschutz (entlang der Ronsdorfer Anlagen ist z.B. kein Lärmschutz vorgesehen) ist der Verkehr in Ronsdorf ein Argument der Ausbaugegner: Sie befürchten, dass der zusätzliche Verkehr, den das Land NRW für die L419 nach dem Ausbau prognostiziert, sich nicht auf die neue Straße beschränken wird. Auch für die Ronsdorfer Innenstadt gehen sie von längeren Wartezeiten und mehr Staus aus.

von Moritz Körschgen

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