Polizistin Anja Monse war im Sozialen Hilfswerk zu Gast und informierte über das Thema Verkehrssicherheit. Gerade für ältere Menschen ein wichtiges Thema, denn sie sind besonders häufig in Verkehrsunfälle verwickelt, wie die Beauftragte für Verkehrsunfallprävention erläuterte.
Mit Kaffee, Kuchen und Wasser waren die Besucher gut versorgt und lauschten den Worten der Hauptkommissarin, die für die Verkehrsunfallprävention zuständig ist, aufmerksam.
Ein Faktor, der bei Unfällen eine große Rolle spielt, wurde dabei deutlich: Direkt zu Beginn des Vortrags baten die Senioren Anja Monse, lauter zu sprechen.
Diesem Wunsch kam sie gerne nach und nannte einen Faktor, der zu vermehrten Unfällen bei Senioren führt: Dass die Sinne im Alter schwächer und die Reaktionen langsamer werden, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger ist es daher, so Anja Monse, sich vorausschauend im Straßenverkehr zu bewegen.
Sie riet den Gästen, ihre große Lebenserfahrung zu nutzen: „Machen Sie sich diese Erfahrung zum Vorteil“, empfahl sie. Denn gefährliche Situationen, wie eine genommene Vorfahrt lassen sich nie zu 100 Prozent verhindern, teilweise aber voraussehen, wenn man gut darauf achtet.
„Jeder macht Fehler“, betonte Anja Monse, ergänzte: „Denken Sie für die anderen mit“ und gab zwei wichtige Tipps: „Suchen Sie als Fußgänger den Augenkontakt zu den Autofahrern. Machen Sie auf sich aufmerksam.“ Das bedeutet beispielsweise im Winter helle Kleidung oder Reflektoren zu tragen.
In jeder Jahreszeit sei es wichtig, als Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen, insbesondere beim Überqueren der Straße. Anstatt zwischen dicht geparkten Autos die Straße zu kreuzen, empfahl sie lieber ein paar Meter weiter zu einem Fußgängerüberweg zu gehen.
Dabei warnte sie, dass die anders gepflasterten Steine in der Ronsdorfer Innenstadt keine Überwege mit Vorfahrtsrecht für Fußgänger darstellen. Hier sollte man nicht damit rechnen, dass Autofahrer anhalten.
Unfallpotenzial durch mehr Bedienelemente in modernen Autos
Ein Großteil von Anja Monses Tipps richtete sich an Fußgänger, denn wie die meisten Gäste bestätigten, fahren sie selbst nicht mehr Auto. Aber auch die Perspektive der Fahrzeugführer beleuchtete sie.
Während ein VW Käfer 7 Bedienelemente hatte, sind es bei modernen Autos im Durchschnitt 56. Damit demonstrierte sie das große Ablenkungspotenzial für Autofahrer und ein damit verbundenes, erhöhtes Unfallrisiko.
Wichtig sei daher, seine eigenen Fähigkeiten gut einzuschätzen und im Zweifel auch die Entscheidung zu treffen, nicht mehr selbst zu fahren. Auch wenn das mit Einschränkungen verbunden sein kann. -mk