Die Feuerwehr Wuppertal wurde über eine Verformung unterhalb einer Plane an einer Hausfassade in der Lilienstraße informiert.
Bei einer Untersuchung der Fassade durch die Feuerwehr und einen Baufachberater des THWs wurde eine aufgrund eines Wasserschadens nicht mehr ausreichende Tragfähigkeit der Gebäudestruktur festgestellt, auch die Fassade hat an einigen Stellen erhebliche Schäden.
Das Gebäude wurde in der Folge geräumt. Auf Anraten eines Statikers vom städtischen Bauordnungsamt darf das Haus mit Ausnahme einer Einliegerwohnung im Untergeschoss bis auf Weiteres nicht genutzt werden.
Der Besitzer des Hauses, der dort auch wohnt, ist in die Einliegerwohnung gezogen. Die Mieter konnten zunächst bei Bekannten oder Verwandten unterkommen.
Bereits in den Abendstunden war nach Feuerwehrangaben das THW mit weiteren Kräften vor Ort und verstärkte nicht mehr ausreichend tragfähige Teile des Fachwerkhauses, um eine ausreichende Standfestigkeit wieder herzustellen.
Alle Etagen des Hauses wurden von innen abgestützt, eine eigens gefertigte Holzkonstruktion sollte die Fassade von außen stabilisieren.
Akute Einsturzgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt, so die Feuerwehr. Nach Einschätzung des Bauordnungsamtes ist der Schaden am Haus zwar groß, aber reparabel.
Der Einsatz zog sich nach Angaben der Feuerwehr bis in die Abendstunden des Folgetages hin.
Im Einsatz waren neben Kräften der Berufsfeuerwehr und des THWs auch Kräfte des Löschzuges Ronsdorf.
Das Gebäude ist nun mit einem Gerüst gesichert, Fußgänger müssen den gegenüberliegenden Bürgersteig nutzen.