Immer am zweiten Sonntag im September findet der Tag des offenen Denkmals statt, bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Es gibt ein jährlich wechselndes Motto – 2025 lautet es „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“
Zahlreiche historische Gebäude, Parks und andere Denkmäler öffnen ihre Türen für die Öffentlichkeit. Auch in Wuppertal nehmen einige Museen und andere Denkmäler teil.
Museum Industriekultur mit Engels-Haus, Manuelskotten und Goldzack-Gebäude
Das Museum Industriekultur Wuppertal lädt zum Besuch des Engels-Hauses, des Manuelskottens und des Bandwebermuseums im Goldzack-Gebäude ein.
Besucher haben von 10 bis 18 Uhr freien Eintritt ins Engels-Haus. Eine öffentliche Führung um 11 Uhr hat den Schwerpunkt „Baugeschichte des Engels-Hauses“. Die Kombiführung durch den Engelsgarten mit anschließendem Besuch im Engels-Haus findet um 14 Uhr statt. Karten für die Führungen sind ab sofort bei Wuppertal-Live, unter Tel. 02 02 / 5 63 - 43 75 oder E-Mail (mi-wuppertal@stadt.wuppertal.de) buchbar.
Das Bandwebermuseum im Gold-Zack-Gebäude, Wiesenstraße 118, öffnet von 11 bis 16 Uhr. Zur vollen Stunde finden Führungen zum Gebäude und zur Firmengeschichte statt (Treffpunkt vor dem Haus).
Der Manuelskotten, Kaltenbacher Kotten 1, zwischen Cronenberg und Kohlfurth bietet einen Überblick über die Geschichte der Energiegewinnung seit dem Mittelalter. Der Schleifkotten ist von 10.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.
Kirchen laden zum Erkunden und mehr ein
Immanuelskirche – Die Geschichte und Architektur der Immanuelskirche, Sternstraße 73, laden dazu ein, entdeckt zu werden. Seit mehr als 40 Jahren setzt sich der Förderverein Kulturzentrum Immanuel e.V. für den Erhalt dieses Kulturortes ein.
Zum Tag des offenen Denkmals gibt es um 12 Uhr eine kostenfreie Führung „Die Immanuelskirche und ihre Architektur“ mit anschließendem Kaffeetrinken, Anmeldung per E-Mail an info@immanuelskirche.de oder Tel. 02 02 / 64 19 69.
Evangelische Hauptkirche Sonnborn – Durch die Evangelische Hauptkirche Sonnborn, Sonnborner Straße 56, gibt es am Tag des offenen Denkmals um 12 Uhr eine Führung mit anschließender Turmbesteigung (optional).
Die Kirche beherbergt u.a. historische Glocken von 1453 und 1458 sowie eine Paul-Faust-Orgel von 1928. Anmeldung bis 13. September per E-Mail an anmeldung@sonnborn.de.
Kirche Schöller – Die historische Dorfkirche Schöller, Schöllerweg 3, mit ihrem Turm aus dem 12. Jahrhundert kann von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die Besucher erwartet Wissenswertes zum Kirchengebäude mit seiner langen Geschichte.
Botanischer Garten und Nieder-ländisch-reformierter Friedhof
Botanischer Garten – Auch die beiden denkmalgeschützten Gebäude im Botanischen Garten an der Elisenhöhe, die Villa Eller und der 1838 erbaute Elisenturm, können am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.
Der 1820 gegründete Landsitz des Textilfabrikanten Engelbert Eller wurde in den letzten Jahren umfangreich saniert. Der Elisenturm bildet den optischen Mittelpunkt des Botanischen Gartens.
Niederländisch-reformierter Friedhof – Auf dem 1851 eingerichteten Friedhof der Niederländisch-reformierten Gemeinde, Katernberger Straße 61, zieren rund 1.500 Rosenstöcke die immer gleich gestalteten Gräber.
Der Friedhof steht in der Tradition der Herrnhuter Brüdergemeinden. Jeweils um 13 Uhr und um 14.30 Uhr findet im Gemeindehaus ein Vortrag zur Geschichte der Gemeinde und des Friedhofs statt, im Anschluss gibt es eine Führung über den Friedhof.
Konsumgenossenschaft und Spitzenfabrik
Konsumgenossenschaft Vorwärts – Die ehemalige Großbäckerei und Genossenschaftszentrale der Konsumgenossenschaft Vorwärts, Münzstraße 51, wurde ab 1904 erbaut, nach modernstem technischem Standard mit unterirdischem Bahnanschluss. Ab 1933 war sie SA-Standort, ab 1936 Wehrmachtskaserne. 1943 bis 1953 Lebensmittelgroßhandlung, danach bis in die jüngste Zeit Unterkunft für Geflüchtete.
Um 11 Uhr und 13 Uhr werden Führungen durch das Gebäude und die Ausstellung „Mit uns zieht die neue Zeit – Konsumgenossenschaften im Rheinland“ angeboten. Treffpunkt ist im Hof. Die Ausstellung in der 2. Etage kann unabhängig von den Führungen zwischen 11 und 18 Uhr besucht werden. Kaffee und Kuchen gibt es im Ausstellungsraum.
Spitzenfabrikation A. & E. Henkels – In der Langerfelder Straße 129 war die „Spitzenfabrik Alb. & E. Henkels“ ansässig. 1877 entwickelte Albert Henkels eine Spitzen-Klöppel-Maschine, die bahnbrechend für die gesamte Spitzenfabrikation war.
Das Gebäude öffnet von 10 bis 18 Uhr seine Türen für Führungen, Gaumenschmaus und Getränke, Musik & Kunst.
Bahnhof Vohwinkel: Führungen und Musik
Führungen durch den Bahnhof in Vohwinkel, Bahnstraße, mit seiner monumentalen Schalterhalle mit Jugendstilelementen, bieten Wissenwertes und Unterhaltsames aus 180 Jahren Vohwinkeler Eisenbahngeschichte. Die Besucher blicken hinter Türen, die sonst nicht oder nur teilweise geöffnet sind – wie in den 100 Meter langen Posttunnel unter den Gleisen.
Die Führungen finden um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr statt, Spenden erbeten. Treffpunkt ist der BürgerBahnhof. Zum musikalischen Abschluss spielen „Die Saxophoniker“ um 17 Uhr in der Bahnhofshalle. Eintritt frei, Spenden erbeten.
Mehr zu diesen und weiteren Veranstaltungen unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.