Was hat es mit den schwarzen Ringen auf sich, die seit einigen Wochen an 14 Ronsdorfer Straßenschildern – direkt über Mülleimern – hängen? Ein Schulprojekt, das mittlerweile eine Schülerfirma ist, erklärt der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal
(ESW) auf Anfrage und macht auf das Schülerprojekt „Wupperring“ aufmerksam.
Leonard, einer der Mitinitiatoren erzählt. „Die Idee ist eigentlich ganz simpel: Wer seine Flasche loswerden möchte, stellt sie außen ab. Für andere wird sie so leichter zugänglich – und der Müll bleibt trotzdem im Mülleimer.“ Unter dem Namen „Arme Menschen haben auch Stolz – Pfandringe für Mülleimer“ hat das Projekt den zweiten Platz beim Wuppertaler Bürgerbudget 2023 erreicht.
Pfandringe sollen Menschen, die Pfandflaschen sammeln, um ihren Lebensunterhalt aufzubessern, einen einfachen Zugriff zu dem Leergut ermöglichen – ohne im Müll suchen zu müssen.
Die Schüler Leonard, Maximilian und Noah vom Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium hatten die Idee, finanziert wird das Projekt durch das Bürgerbudget sowie eine Spende der Wolk AG.
Die Installation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) und der Bezirksvertretung Ronsdorf, die bei der Auswahl der Standorte beteiligt war. Neben den 14 Pfandringen in Ronsdorf wurden am Arrenberg in Elberfeld weitere 28 installiert.
Lukas Kwiotek, ESW-Abteilungsleiter für die Bereiche Straßenreinigung und Winterdienst: „Das Engagement der Jugendlichen zeigt, dass junge Menschen sehr genau sehen, wo sich im Alltag etwas verbessern lässt. Solche Initiativen unterstützen wir gerne.“
Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes kommentierte: „Wir als Bezirksvertretung freuen uns, dass dieses Schülerprojekt auch hier bei uns in Ronsdorf umgesetzt wird.“
Shamail Arshad, Assistent der ESW-Betriebsleitung bestätigte: „Die Zusammenarbeit bei diesem Projekt funktioniert sehr gut. Wir freuen uns, dass wir helfen können.“ -mk