Samuel Fischer bei Ultracycling-EM auf 10. Platz

Ein Radfahrer vor seinem Rad auf einer Straße.
Seine Wettbewerbe verbindet Samuel Fischer immer mit Spendenaktionen für den guten Zweck. Foto: privat

Den Ronsdorfern ist er vermutlich besser bekannt als Inhaber der mittlerweile geschlossenen Backstube Fischer. Extremsport für den guten Zweck ist für den Wuppertaler Samuel Fischer aber schon immer eine Herzensangelegenheit.

Bei der Ultracycling-Europameisterschaft hat er am Wochenende den 10. Platz erreicht. Neben der sportlichen Herausforderung stand für Fischer auch der gute Zweck im Mittelpunkt. Während des Rennens sammelte er Spendengelder für den Verein „Be strong for Kids e.V.“ sowie das Kinderhospiz Burgholz in Wuppertal.

Die Europameisterschaft wurde im Rahmen des Rennens „Rund um Sachsen“ ausgetragen, das gegen den Uhrzeigersinn entlang der Landesgrenzen Sachsens führt – eine anspruchsvolle Strecke über rund 900 Kilometer durch Sachsen, das Vogtland und das Erzgebirge.

40 Stunden im Sattel und 25 Minuten Schlaf

Für die Distanz mit insgesamt rund 9.500 Höhenmetern benötigte Fischer etwas mehr als 40 Stunden reine Rennzeit. Besonders beeindruckend: Die erste Nacht fuhr der Wuppertaler komplett durch. In der zweiten Nacht gönnte er sich lediglich zwei kurze Powernaps mit insgesamt nur 25 Minuten Schlaf.

„Ich bin total happy mit dem Ergebnis“, sagt Fischer nach dem Rennen. „Das Teilnehmerfeld war extrem stark besetzt, und ich habe wirklich das Maximum aus mir herausgeholt.“

Die Strecke verlangte den Athleten alles ab. Neben langen, welligen Passagen durch das Vogtland warteten vor allem die Anstiege im Erzgebirge auf die Fahrer. Ein besonderes Highlight war die Auffahrt auf den Fichtelberg bei Sonnenaufgang – ein emotionaler Moment nach vielen Stunden im Sattel.

Auch die äußeren Bedingungen spielten den Fahrern in die Karten: warmes Wetter, wenig Wind und nahezu perfekte Rennbedingungen begleiteten das gesamte Wochenende.

Ganz ohne Schwierigkeiten verlief das Rennen dennoch nicht. Nach rund 15 Stunden Fahrzeit hatte Fischer mit Magenproblemen zu kämpfen, die ihn zwischenzeitlich etwas ausbremsten. „Zum Glück habe ich das wieder in den Griff bekommen und konnte mein Tempo weiterfahren“, berichtet er.

Nach der erfolgreichen Europameisterschaft richtet sich sein Blick bereits auf das nächste große Ziel: Am 26. und 27. Juni startet Samuel Fischer beim legendären „Race Across the Alps“ in Österreich. Dort warten auf die Teilnehmer rund 15.000 Höhenmeter – und damit die nächste extreme Herausforderung.

Nach den Alpen stehen noch zwei Termine in dieser Saison an: Rad am Ring vom 25. bis 26. Juli: 24 Stunden Radfahren, so viele Kilometer wie möglich. Highland and Steel: 28. August: 600 Kilometer durchs Ruhrgebiet und Sauerland.

Während der Rennen sammelt Samuel Fischer für den guten Zweck, mehr Infos dazu unter www.goodcrowd.org/c/a759ax7Q.

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