Rossmann verlässt Ronsdorf, die anderen Geschäfte bleiben im Ascheweg

Der Ascheweg in Ronsdorf
Die gute Lage, viele treue Kunden und mehr sprechen für den Ascheweg als Standort. Foto: Moritz Körschgen

Was ist los im Ascheweg? In den letzten Wochen und Monaten sahen sich die Geschäftsinhaber auf der Straßenseite mit den geraden Hausnummern immer wieder mit Spekulationen über angebliche Schließungen konfrontiert. Daher ist die Ronsdorfer Wochenschau dieser Frage nachgegangen.

Gerüchte haben den Geschäften geschadet, sagt eine Inhaberin

Die Antwort ist simpel: Rossmann geht, alle anderen Geschäfte bleiben. Zum Leidwesen der Inhaber hielten sich die Gerüchte über angebliche Schließungen aber hartnäckig. Immer wieder betonten Mitarbeiter und Inhaber gegenüber ihren Kunden, dass sie in Ronsdorf bleiben. Eine Inhaberin berichtet sogar, dass die Spekulationen den Geschäften geschadet hätten.

Rossmann ist das einzige Geschäft, das im Ascheweg schließt.

Der Drogeriemarkt Rossmann wird die Ronsdorfer Innenstadt zum 31. Dezember dieses Jahres verlassen, bestätigt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage: Mit einer Verkaufsfläche von 250 Quadratmetern sei der im November 2003 eröffnete Standort „nicht mehr zeitgemäß und zu klein“, so der Sprecher weiter, um das Sortiment des Drogeriemarktes zu präsentieren. Betriebsbedingte Kündigungen gebe es nicht, die Mitarbeiter werden laut dem Unternehmenssprecher in den umliegenden Filialen Arbeitsplätze finden.

Ronsdorfer Geschäftsleute: „Wir bleiben im Ascheweg!“

Der Inhaber von Maier‘s City Schuh, Olaf Meier, sagt: „Wir sind seit fünf Jahren in Ronsdorf und sehen überhaupt keinen Anlass dafür, Ronsdorf zu verlassen.“

Apollo Optik erklärt: „Unsere Apollo-Filiale im Ascheweg in Wuppertal-Ronsdorf besteht bereits seit 2016. Wir freuen uns, unsere Kundinnen und Kunden auch weiterhin wie gewohnt in der Filiale begrüßen zu dürfen.“

Paolo Murrai vom Eiscafé Gelateria Sotto Zero ist im Ortskern sehr zufrieden und stellt fest: „Wir bleiben hier.“ Er sehe keinen Grund dafür, das Eiscafé zu schließen.

Anna Schulz, Inhaberin von Anna’s Lotto Laden sagt, dass die Gerüchte über Schließungen den Geschäften sogar wirtschaftlich geschadet haben: „Die Kunden denken, es sind bald alle weg, aber das stimmt nicht! Wir haben gerade unser Dreijähriges gefeiert, fühlen uns im Ascheweg sehr wohl und bleiben auf jeden Fall hier.“

Die Sonnen Apotheke betont ihre langjährige Verbundenheit zum Stadtteil. Inhaberin Fee Goldmann sagt: „Hier ist das Herz von Ronsdorf. Wir werden auf jeden Fall mindestens die nächsten 30 bis 40 Jahre hier im Ascheweg sein.“

Mit Ronsdorf eng verbunden ist auch die Bäckerei Steinbrink. „Ronsdorf ist sozusagen unsere Heimatregion, hier [Otto-Hahn-Straße] ist ja auch unsere Produktion und Verwaltung“, erklärt Marcel Grote, der sich bei Steinbrink um das Filialnetz kümmert: „Wir fühlen uns im Ascheweg wohl und möchten auch nicht weg“, fasst er zusammen.

Die Ronsdorfer Filialleiterin von Hörgeräte Sager, Alexandra Marx, ist über die Gerüchte erstaunt: „Wir werden definitiv in Ronsdorf bleiben.“ Sie erklärt, dass es gerade für ältere Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, wichtig sei, möglichst kurze Wege zu haben: „Deshalb werden wir auch weiterhin für die Menschen im Stadtteil da sein.“

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