Die Fusion der Katholischen Südhöhengemeinden war beim traditionellen Neujahrsempfang der Ronsdorfer Gemeinde St. Joseph am Sonntag ein zentrales Thema.
Die vier Gemeinden auf den Südhöhen – St. Christophorus, Heilige Ewalde, St. Hedwig und St. Joseph – bilden seit Januar eine große Glaubensgemeinschaft mit rund 10.000 Mitgliedern.
Michael Schad (Vorstandsmitglied im Gemeinderat) und Daniel Mertmann aus dem Kirchenvorstand erzählten, dass die Reaktion der meisten Gemeindemitglieder auf diese Neuerung eher gelassen ausfalle.
Das führen sie auch darauf zurück, dass die Ronsdorfer sich 2024 lautstark gegen die Pläne des Erzbistums aussprachen, die Südhöhen- und Elberfelder-Gemeinden zusammenzulegen. Schließlich lenkte das Erzbistum ein, weshalb die vier Gemeinden aus Ronsdorf, Cronenberg, Hahnerberg und Lichtscheid fusioniert sind.
Im Alltag werde sich für die meisten wenig ändern, die größten Neuerungen gebe es in der Organisation der Gremien.
Verantwortlicher Pfarrer für die Südhöhen-Gemeinden ist seit September Norbert Grund. Auch er berichtete, dass die Gemeindemitglieder „eher neutral“ auf die Änderung reagiert hätten.
Hintergrund der Fusion sind Sparmaßnahmen des Erzbistums, denn die Zahl der Katholiken – und damit die Erträge aus der Kirchensteuer – ist deutschlandweit rückläufig. Auch auf den Südhöhen gibt es laut Michael Schad mehr Todesfälle und Austritte als Taufen.
Von Moritz Körschgen