Der Bürgerbusverein Ronsdorf hat seinen neuen Bus vorgestellt. Im Einsatz ist er ab dem 22. Juni, 14.57 Uhr. Der alte Bus mit seinen 373.000 gefahrenen Kilometern dient dem Verein nun als Ersatz, unterwegs ist immer nur ein Bus.
Wie Vorstandsmitglied Uli Wiesner erzählte, bringt der Bürgerbus rund 12.000 Fahrgäste pro Jahr von A nach B. Er fährt insbesondere Randgebiete in Ronsdorf an, die von den regulären Stadtwerke-Bussen nicht (mehr) bedient werden.
Die Fahrer und das Organisationsteam sind dabei ehrenamtlich und unentgeltlich tätig. Eine reguläre Fahrt kostet 2,50 Euro, mit dem Deutschlandticket ist sie kostenlos.
Seit September 2025 hatte der Verein keinen Ersatzbus mehr, denn das ursprünglich gekaufte Modell wies laut dem Verein immer wieder Defekte auf und kam nie regelmäßig zum Einsatz. Diese Probleme seien mit dem neuen Bus aber behoben. Insgesamt kotet der rund 90.000 Euro, mit 47.000 Euro fördert der Bund den Verein, den Rest bezahlt er aus eigenen Mitteln.
Bürgermeister Rainer Spiecker dankte den Ehrenamtlern im Namen der Stadt für ihren Einsatz: „Die Stadt funktioniert nur mit Ehrenamt“, stellte er fest. Die hohe Zahl an jährlichen Fahrgästen zeige, welchen Stellenwert der Bus für die Ronsdorfer habe. Er wünschte allen Fahrern und Gästen eine sichere und gute Fahrt.
Ludwig Froning, Leiter des Produktmanagements bei den WSW, meinte: „Der Bürgerbus ist einfach wichtig.“ Gerade in turbulenten Zeiten biete er den Menschen durch seine Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit Halt.
Im Oktober 2006 nahm der Verein den Fahrdienst auf, deshalb feierte das Team am Samstag auch das 20-jährige Vereinsjubiläum.
Jederzeit sucht der Verein nach ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern.
Wer Interesse hat, ist eingeladen zur monatlichen Fahrerversammlung am dritten Donnerstag jeden Monats um 17.30 Uhr in den Besprechungsraum in der Rosenthalstraße 27-29 zu kommen.
Weitere Infos unter www.buergerbus-ronsdorf.de. -mk