Literaturkurs der Erich-Fried-Gesamtschule überzeugte mit „Andorra“

Schüler stehen auf bzw sitzen vor einer Bühne.
Die Schüler brachten "Andorra", ein Stück um Vorurteile und Sündenböcke, auf die Bühne. Foto: V. Seiffert

Eine zeitlose Parabel über Vorurteile, Sündenböcke und die tödliche Dynamik der Masse stand auf dem Spielplan der Erich-Fried-Gesamtschule.

Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe Q1 bewies mit seiner Inszenierung von Max Frischs Klassiker „Andorra“ beachtlichen Mut – und feierte einen triumphalen Erfolg.

„Das größte Lob gebührt den jungen Darstellerinnen und Darstellern, die durchweg mit einer reifen Schauspielleistung glänzten“, so die Schule.

Die Hauptrolle des Andri wurde mit einer packenden Mischung aus anfänglicher Hoffnung und wachsender Verzweiflung gespielt. An seiner Seite berührte die Darstellerin der Barblin zutiefst. Ihre emotionale Tiefe und das präzise Timing in den tragischen Szenen verliehen der Figur eine erschütternde Tragik.

Zudem wurde eine völlig neue Figur eingeführt: Barblins hinzugedichtete Schwester Martha als emotionales Bindeglied. Die zentralen Konflikte wurden durch das starke Zusammenspiel der Erwachsenenrollen getragen.

Ein packender Theaterabend, der zeigt, wie lebendig Schultheater sein kann. Der Literaturkurs der Q1 wurde vom Publikum in der Erich-Fried-Gesamtschule mit langanhaltendem, stehendem Applaus belohnt.

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