Kommunalwahl: SPD in Ronsdorf vorne – OB-Stichwahl am 28. September

Diagramm, dass die Wahlergebnsse zeigt.
In der Bezirksvertretung ist die SPD stärkste Kraft, wie auch im Stadtrat.


Drei Kreuze konnten die Wuppertaler am Sonntag bei der Kommunalwahl machen. Wie Ronsdorf bei den Wahlen für Oberbürgermeister, Stadtrat und Bezirksvertretung gewählt hat, hat die Ronsdorfer Wochenschau ausgewertet.

In Klammern jeweils Zuwachs oder Verlust im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 in Prozentpunkten.

In Ronsdorf war die Wahlbeteiligung überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu Wuppertal, allerdings auch mit Unterschieden innerhalb des Stadtteils: Während in Ronsdorf-West 62,9 % (+4,6) an die Urnen gingen, liegt die Wahlbeteiligung in Ronsdorf-Ost bei 53,7 % (+2,9). In ganz Wuppertal haben 49,4 % (+2,5) ihre Stimmen abgegeben.

SPD bei allen Wahlen in Ronsdorf vorne, großer Zuwachs für AfD

Die SPD liegt in Ronsdorf bei allen Wahlen vorne: Susanne Giskes mit 33,9 Prozent (+1,8) für Ronsdorf-West und Simon Geiß für Ronsdorf-Ost mit 33 Prozent (+0,9) ziehen als Direktkandidaten für die Sozialdemokraten erneut in den Stadtrat ein.

In der Bezirksvertretung bleibt die SPD mit 34,3 Prozent (+1,4) stärkste Kraft.

Oberbürgermeisterkandidatin Miriam Scherff liegt mit 34,1 Prozent in Ronsdorf vorne, allerdings mit einem geringeren Stimmenanteil als SPD-Kandidat Andreas Mucke 2020 (-5,1).

Die CDU belegt bei allen Wahlen den 2. Platz und konnte ihr Ergebnis jeweils leicht verbessern im Vergleich zu 2020: In Ronsdorf-West holte Dirk Müller 27,2 % (+4,1), in Ronsdorf-Ost liegt Damir Reich bei 25,1 % (+5).

In der Bezirksvertretung kommt die CDU auf 25,6 % (+2,4), bei der OB-Wahl holte Matthias Nocke in Ronsdorf 27,9 Prozent. Ein Vergleich zu 2020 ist nur schwer möglich, damals traten CDU und Grüne mit einem gemeinsamen Kandidaten an – Uwe Schneidewind –, er kam 2020 in Ronsdorf auf 35,3 %.

Den dritten Platz belegt durchgehend die AfD, sie legt bei allen Abstimmungen deutlich zu: Bei den Ratswahlen kommt Xenia Gromova (Ronsdorf-Ost, +11,9) auf 17,5 Prozent, Dirk Wortmann auf 14,9 Prozent (Ronsdorf-West, +9,2).

In der Bezirksvertretung erreicht sie 16,7 Prozent (+10,6), OB-Kandidat Dr. Hartmut Beucker holt in Ronsdorf 16 Prozent der Stimmen. 2020 stellte die Partei keinen Oberbürgermeisterkandidaten.

Verluste verzeichnen die Grünen im Vergleich zu 2020, sie sind nur noch viertstärkste Kraft, sowohl bei den Stadtratswahlen (Ronsdorf-West -8,3 und Ronsdorf-Ost -5,4) als auch in der Bezirksvertretung mit 9,9 Prozent (-6,3).

Bei der FDP sind die Verluste größer: (Ronsdorf-West -6,2, Ronsdorf-Ost -10), Bezirksvertretung (-7,7). Das Ergebnis von OB-Kandidat Marcel Hafke, der auch 2020 kandidierte, hat sich in Ronsdorf fast halbiert, statt 12,8 Prozent im Jahr 2020 waren es am Sonntag 6,1 Prozent (-6,7).

Die Linke verlor in Ronsdorf-West (-0,6) und in Ronsdorf-Ost (-0,8) und der Bezirksvertretung (-1) leicht, bei der Oberbürgermeisterwahl legte sie minimal zu (+0,2).

So setzt sich die neue Bezirksvertretung zusammen

15 Plätze werden im Ronsdorfer Stadtteilparlament vergeben. Durch ihr fast unverändertes Ergebnis (+1,4) erhält die SPD weiterhin 5 Sitze, für die CDU bedeutet ein leichtes Plus (+2,4), dass sie mit 4 Vertretern (statt wie bisher mit 3) in der BV vertreten ist.

Mit 3 statt wie bisher 1 Sitzen wird die AfD (+10,6) zur drittstärksten Kraft, Grüne (-6,3) und FDP (-7,7) verlieren jeweils 1 Sitz und sind, wie die Linke (-1), zukünftig nur noch mit 1 Person vertreten.

Die Wählergemeinschaft für Wuppertal (-1,9) scheidet aus der BV aus, 2,2 Prozent des BSW reichen nicht für den Einzug.

Zum ersten Mal tagt die Bezirksvertretung in ihrer neuen Konstellation am 11. November. Dann werden auch Bezirksbürgermeister(in) und deren bzw. dessen Stellvertreter aus den Reihen des Stadtteilparlaments gewählt.

Von Moritz Körschgen

OB-Stichwahl zwischen Miriam Scherff (SPD) und Matthias Nocke (CDU)

Da bei der Kommunalwahl am 14. September kein Oberbürgermeister-Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht hat, geht es nun in die Stichwahl. Miriam Scherff (SPD, 33,3 Prozent) und Matthias Nocke (CDU, 23,4 Prozent) treten an.

Wahlberechtigt ist, wer bereits zur Hauptwahl am 14. September 2025 wahlberechtigt war.

Wer zur Wahl am 14. September Briefwahlunterlagen für die Stichwahl beantragt hat, erhält diese Unterlagen ohne weiteren Antrag zugesandt. Die Zustellung erfolgt voraussichtlich bis zum 23. September.

Wer seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr hat, kann im Wahllokal unter Vorlage eines Lichtbildausweises wählen.

Mehr Infos unter www.wuppertal.de. Für Rückfragen steht das Wahlamt zur Verfügung unter Tel. 02 02 / 563 77 70 oder briefwahl@stadt.wuppertal.de.

Grüne unterstützen SPD-Kandidatin

Dagmar Liste-Frinker von den Grünen hat es nicht in die Stichwahl geschafft hat. Ihre Partei hat dazu aufgerufen, SPD-Kandidatin Miriam Scherff zu wählen.

Inhaltlich sehen die Grünen „deutlich mehr Überschneidungen“ mit Scherffs politischen Positionen als mit denen von CDU-Kandidat Nocke. Insbesondere bei den Themen Klimaschutz, Mobilitätswende und sozialer Gerechtigkeit.

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