Alle zwei Jahre richtet der Heimat- und Bürgerverein (HuB) im Sommer den Liefersack aus. Teilnehmende Vereine und soziale Zwecke im Stadtteil profitieren davon und erhalten einen Anteil des Erlöses.
„Es war ein schönes Fest, das sich für Ronsdorf gelohnt hat“, resümierte der 2. Vorsitzende des HuB, Julian Berges, bei der Nachbesprechung des diesjährigen Liefersacks.
Höhere Kosten, niedriger Gewinn – der HuB ist aber zufrieden
„Dank der Aktionen der Ronsdorfer haben wir ein Plus von 11.000 Euro zu verzeichnen“ führte er aus. 2023 waren es noch 15.000 Euro.
Grund für die Differenz seien aber weder das Fest, die Besucher oder Vereine, wie Christel Auer, 1. Vorsitzende des HuB, betonte: „Wir mussten einen Securitydienst bezahlen und auch der Losverkauf gestaltete sich in diesem Jahr als schwierig“, berichtete Christel Auer, denn die Anzahl der Ehrenamtlichen, die solche Tätigkeiten übernehmen, sinkt von Jahr zu Jahr.
Hinzu kamen steigende Preise, insbesondere im Wareneinkauf.
Insgesamt zeigten sich die Vorsitzenden aber sehr zufrieden mit dem Liefersack und dankten allen Beteiligten für ihren Einsatz.
Geld wurde nach geleisteten Stunden an den Ständen aufgeteilt
Über die Verteilung der Gelder stimmten die Vereine ab, die zur Nachbesprechung gekommen waren.
Der HuB schlug vor, dass die Anzahl der Stunden, die ein Verein seinen jeweiligen Stand betrieben hatte, mit 48 Euro pro Stunde vergütet werden sollen – unabhängig davon, wie viele Vereinsmitglieder den Stand betrieben haben. Diesem Vorschlag stimmten die Anwesenden einstimmig zu.
Mit 18 Stunden und dem Grillstand war die Freiwillige Feuerwehr am längsten vertreten und erhält 855,- Euro. Ein Großteil der Vereine war 6 Stunden vor Ort und erhält jeweils 290,- Euro.
Die andere Hälfte des „Kuchens“ geht zum Beispiel an Einrichtungen wie das Soziale Hilfswerk (500,- Euro), die drei Ronsdorfer Grundschulen (jeweils 500,- Euro) oder den neu gegründeten Verein „Kulturgut Ronsdorf“, der sich zukünftig um die Weihnachtsbeleuchtung in der Ronsdorfer Innenstadt kümmern wird.
Das THW hatte beim Aufbau geholfen und erhält daher 500,- Euro.
Kein Erlös für den Veranstalter: HuB möchte das soziale Gefüge stärken
Anders als noch vor zwei Jahren verzichtet der HuB auf seinen Anteil. „Die Vereine und sozialen Einrichtungen sind für das soziale Gefüge von Ronsdorf sehr wichtig“, sagte Christel Auer, weshalb der HuB diese Institutionen unterstützen möchte.
Allein auf dem Fest hat der HuB nach seinen Schätzungen rund 50 Arbeitsstunden investiert. Hinzu kommen unzählige Stunden in der Organisation.
Diese Stunden mit dem Festerlös zu verrechnen „würde jeden Rahmen sprengen“, so Christel Auer, weshalb der Verein sich dazu entschieden hat, zu verzichten.
Von Moritz Körschgen