Ein neuerdings gesperrter Trampelpfad an der Stadtgrenze von Ronsdorf und Remscheid sorgt seit kurzem für Unmut in der Nachbarschaft. Der Weg verbindet die Straßen Rädchen im Ronsdorfer Gebiet mit der Straße Neuland, die zu Remscheid gehört. Eine Abzweigung führt außerdem in die Mühle.
Anwohner Svend Meyrahn berichtet gegenüber der Ronsdorfer Wochenschau, dass der Weg seit mehreren Wochen gesperrt ist, seit auf einem angrenzenden Gelände Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. „Der Weg wurde immer stark frequentiert, zum Wandern, als Schulweg, von Fahrrädern oder für die Gassi-Runde“, erzählt er. Auch andere Anwohner hätten ihren Unmut über die Sperrung geäußert.
Dass der Weg kurzfristig wieder geöffnet wird, sei laut Stadtsprecherin Laura Dicke unmöglich: „Es werden noch umfangreiche Tiefbauarbeiten und Erdbewegungen zur Vorbereitung der Errichtung der Häuser notwendig.“ Die kompletten Bauarbeiten werden voraussichtlich bis 2028 dauern, allerdings betont sie: „Die Sperrung des Fußweges wird von uns schnellstmöglich aufgehoben, sobald die Bauarbeiten dies zulassen.“ Da es sich um ein privates Projekt handelt, habe die Stadt aber keinen Einfluss auf den Fortschritt der Bauarbeiten: „Wir sind […] nur für die Verkehrsführung / Sperrung zuständig.“
Hinzu kommt, dass in einigen Wochen die Fahrbahn Langenhaus bzw. Rädchen für den Anschluss an Strom, Gas und Wasser halbseitig gesperrt sein wird. Den Verkehr regeln dann eine Ampel sowie eine Fußgängerführung. „Diese Verkehrsführung wird dann in zwei Bauabschnitten für mehrere Wochen erforderlich“, so Dicke.
Als Alternative zu dem Pfad bleibt lediglich die Straße Neuland, hier gibt es allerdings nur auf einigen Metern einen Bürgersteig. Hinzu kommt eine unübersichtliche Kuppel etwa auf halbem Weg der Straße. Für das Sicherheitsgefühl der Fußgänger wenig förderlich, wie auch Anwohner Svend Meyrahn findet, der dort öfter Fahrzeuge mit erhöhtem Tempo beobachtet hat.