Foodsharing im Sozialen Hilfswerk

Ein großes gebäude an einer Straße.
Foto: Archiv Ronsdorfer Wochenschau

Ab der zweiten Januar-Woche wird das Soziale Hilfswerk in der Erbschlöer Straße 9 in Ronsdorf zur „Foodsharing“-Station.
Interessierte können dann kostenfrei, anonym und ohne Anmeldung oder andere Voraussetzungen Lebensmittel mitnehmen. Dazu stellt das Soziale Hilfswerk zwei Kühlschränke in den Flur. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben. Ziel der Initiative „Food-sharing“ ist es, Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten. Die Kühlschränke befüllt die Initiative, Spenden nimmt die Seniorenbegegnungsstätte zunächst nicht an.

Der Verein kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Die 1. Vorsitzende des Sozialen Hilfswerks, Sabrina Beckmann, sagt zum neuen Angebot: „Wir gehen zurück zu unseren Wurzeln.“ Denn gegründet wurde der Verein 1946, um nach dem 2. Weltkrieg den Bedarf an Nahrung und Heizmaterial zu sichern.
Heute ist das Soziale Hilfswerk eine Begegnungsstätte mit Freizeitprogramm, insbesondere für ältere Menschen.
Beim „Foodsharing“ geht es einerseits um die Nachhaltigkeit, aber auch die Unterstützung von Menschen in Not spielt eine Rolle: „Es werden vermutlich Menschen zu uns kommen, die das Angebot der Tafel nicht nutzen“, schätzt Sabrina Beckmann und ergänzt: „Immer mehr Familien haben im Moment finanzielle Schwierigkeiten.“
Positives Feedback gibt es – noch bevor das Angebot startet – von den Gästen des Sozialen Hilfswerks, berichtet die 1. Vorsitzende weiter: „Gerade die älteren finden es gut, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.“
Je nachdem, wie es angenommen wird, kann sich das Soziale Hilfswerk vorstellen, dass Angebot auszuweiten. „Das ist zunächst eine Testphase“, sagt Sabrina Beckmann: „Wir werden schauen, wie es läuft und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“

Ronsdorf wird der fünfte Foodsharing-Standort in Wuppertal

Abschließend bittet sie darum, dass Lebensmittelspenden für das neue Angebot direkt an die Initiative Foodsharing gerichtet werden und nicht an das Soziale Hilfswerk. „Wir würden es natürlich sehr zu schätzen wissen, wenn Menschen uns unterstützen möchten, aber ,Foodsharing‘ ist viel besser dafür aufgestellt, die Spenden anzunehmen, damit sie auch dort ankommen, wo sie benötigt werden.“ Mehr Infos dazu unter www.foodsharing.de.
Das Soziale Hilfswerk wird die fünfte Verteilstelle von Foodsharing in Wuppertal. Die vier anderen Standorte befinden sich beim AStA der Uni, im Café Hutmacher am Mirker Bahnhof, im Berliner Plätzchen der katholischen Gemeinde St. Johann Baptist in der Berliner Straße und im Nachbarschaftsheim Wuppertal am Platz der Republik.

von Moritz Körschgen

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