Feuerwehr-Küche ist wieder einsatzbereit

Eine kleine gruppe menschen hat sich in einer Küche versammelt.
Auch Töpfe, Geschirr und Nudeln sind schon vorhanden, freuten sich Jochen Heinrichs (2. Vorsitzender des Fördervereins, Jens Walther (1. Vorsitzender), Matthias Halbach von der Unterstützungseinheit, Marie-Luise Röder (Geschäftsführerin der Wuppertaler Gastro- und Großküchenfirma Röder GmbH) und Löschzugführer Michael Rübel (von links). Foto: Moritz Körschgen

Vor zweieinhalb Jahren hat die Freiwillige Feuerwehr Ronsdorf mit den Planungen für ihre neue Küche begonnen. Nach zahlreichen Verzögerungen steht sie nun. In Feuerwehr-Rot und mit moderner Ausstattung kann wieder gekocht werden.

Einsatzkräfte und Bevölkerung werden mit der Küche versorgt

Für den Löschzug sind Kochstelle, Kühlschrank und Co. wichtig, denn gerade bei längeren Einsätzen werden die Feuerwehrleute durch die Küchentruppe versorgt. Aber auch für die Bevölkerung gibt es, z.B. wenn ein Haus während eines Einsatzes für mehrere Stunden nicht bewohnbar ist, Essen und Getränke. „Das zählt zu unseren Aufgaben“, erläuterten die Feuerwehrleute bei einer kurzen Vorführung am Freitag.

Das übernimmt die sogenannte Unterstützungseinheit: Feuerwehrleute, die nicht aktiv an den Einsätzen teilnehmen, aber im Hintergrund agieren, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
Geplant, finanziert und tatkräftig begleitet hat der Förderverein der Feuerwehr die neue Küche. Jens Walther (1. Vorsitzender), lobt die Arbeit von Jochen Heinrichs (2. Vorsitzender), der federführend für das Projekt verantwortlich war.

Auf die Idee gekommen, die Küche zu erneuern, ist der Förderverein aus Notwendigkeit, erinnerte sich Jens Walther: „Zuletzt wurde die Küche in den 80er Jahren renoviert.“ Viele Einrichtungsgegenstände waren in die Jahre gekommen, erläuterte er.

Eigenleistung von Feuerwehr und Förderverein spielten große Rolle

Insgesamt hat die Küche 22.000 Euro gekostet. Darin enthalten sind 2.000 Euro von der Ronsdorfer Bezirksvertretung für die neue Spülmaschine. Weitere 5.000 Euro hat der Förderverein für die Beschaffung von Töpfen, Messern und anderen Küchenutensilien freigegeben. Darin sind Spendengelder enthalten, die der Verein zum Beispiel über die Spendenplattformen von Sparkasse (BetterPlace), die WSW-Taler oder Spenden von Firmen und Privatpersonen erhalten hat. Nicht einkalkuliert sind viele Arbeitsstunden Eigenarbeit, die Mitglieder der Feuerwehr und des Fördervereins in die Küche gesteckt haben.

Jens Walther dankte allen Spendern für die finanzielle Unterstützung und freute sich ebenfalls über das Entgegenkommen der Firma Röder, die die Küche geplant und eingebaut hat: „Freundlicherweise durften wir die Küche bei der Firma Röder lagern, bis sie eingebaut wurde“, sagte er.

Corona, Hochwasser und Probleme bei Absprachen mit dem GMW

Die langen Verzögerungen hatten mehrere Gründe, wie sich Projektleiter Jochen Heinrichs erinnert: Zum einen habe es mit dem Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) Kommunikationsprobleme gegeben, die das Projekt immer wieder verzögerten. Aber auch die Corona-Pandemie und das Hochwasser im letzten Jahr trugen dazu bei, dass das Projekt länger dauerte, als geplant. „Ein halbes Jahr hätte eigentlich gereicht“, schätzen Förderverein und Feuerwehr.

Schließlich lobte Jens Walther die viele Eigenarbeit, die Löschzug- und Fördervereinsmitglieder in den Aufbau der Küche investiert hatten: „Danke an alle Beteiligten. Ohne das große ehrenamtliche Engagement wäre das Projekt nicht möglich gewesen.“
Gleichzeitig kündigt er an, dass das nächste Projekt schon in den Startlöchern steht: „Was das ist, verraten wir aber noch nicht“ sagt er mit einem Augenzwinkern.

Von Moritz Körschgen

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