Festtagsstimmung mit Pro Musica: Was bedeutet Weihnachten?

Ein chor steht auf einer Bühne, davor sitzen viele Menschen im Publikum.
Der Gemischte Chor Pro Musica präsentierte ein sehr ansprechendes Programm zur Weihnachtszeit.

Der Gemischte Chor Pro Musica hatte zum Konzert unter dem Titel „Das ist Weihnachten für mich“ eingeladen. Nach der Begrüßung stellte Chorleiterin Renate Schlomski an einige aus dem Publikum die Frage „Was bedeutet Weihnachten für Sie?“ –

Herunterkommen und sich auf sich selbst besinnen, Beisammensein mit der Familie und Freunden, mit ganzem Herzen miteinander sein, das Herz weit öffnen und den Glauben hereinlassen…“, so die Antworten.

Renate Schlomski erzählte weiter, sie sei nicht ganz sicher, ob es ein Konzert oder doch eher eine Weihnachtsfeier sei, denn sie kündigte an, dass auch die Besucher die Gelegenheit bekommen würden mitzusingen.

Zum Auftakt des Konzerts präsentierte der Chor „Wunder gescheh’n“ und hatte im weiteren Verlauf noch eine Vielzahl von weihnachtlichen Melodien im Gepäck – von „Fern klingt ein Rufen“ bis zu „Fröhliche Weihnacht überall“.

Ensemble Spin-Off und Kinderchor der Bergischen Musikschule

Weitere Mitwirkende waren das Ensemble Spin-off, das von „Heart wide open“ über „The Saviour of the World ist born“ bis zu „That’s Christmas for me“ – dem Lied, das für den Titel des Konzerts stand – das Publikum aufs Beste unterhielt und der Kinderchor der Bergischen Musikschule.

Am Klavier begleitete Claus Fabienke den Chor. Freundinnen von Renate Schlomski lasen besinnliche Texte zwischen den Musikblöcken.

Die Sopranistin Juliane Wenzel hatte eine Soloeinlage mit Pro Musica im Lied „Liebe kam zur Weihnacht“, bevor sie in ihre zweite Rolle schlüpfte und den Kinderchor leitete.

Die Kinder hatten eine Vielzahl von Weihnachtsliedern eingeübt wie „Dicke rote Kerzen“, „Du bist der Weihnachtsmann“ oder „Eine Muh, eine Mäh“ – ein Lied das „zwar herrlich albern ist, aber einfach Spaß macht“, wie Renate Schlomski ausführte. Nach dem zweiten Melodienblock gaben die jungen Sänger noch eine Zugabe – „In der Weihnachtsbäckerei“ – und freuten sich über den großen Applaus.

Einige Melodien sangen alle Chöre gemeinsam – und bei den jeweils letzten Strophen war auch das Publikum eingeladen, mitzusingen – „Jetzt sind Sie an der Reihe, wie ich es anfangs schon gesagt hatte“, so Renate Schlomski. Und so erklangen die bekannten Weihnachtslieder „Alle Jahre wieder“ „Ihr Kinderlein kommet“, „O Tannenbaum“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ stimmungsvoll aus vielen Kehlen.

Musik von Bach und Mozart beim Weihnachtskonzert

Benjamin Mahlert, ein ehemaliger Klavierschüler von Renate Schlomski aus ihrer Zeit an der Bergischen Musikschule, erhielt für seinen Vortrag des „Präludiums c-moll BVV 871“ von Johann Sebastian Bach großen Beifall.

Renate Schlomski erzählte kurz über Weihnachten bei Familie Bach: Heiligabend sei zu der Zeit kein besonderer Feiertag gewesen, begangen wurden die zwölf Tage vom 25. Dezember bis zum Dreikönigstag am 6. Januar. In der Familie wurde natürlich musiziert und auch der Kirchgang gehörte zum Fest – mit einer manchmal dreistündigen Predigt eine „anstrengende Angelegenheit“. Zu essen gab es Kartoffelsalat mit Bratwurst.

Das zweite Stück, das der „Jugend musiziert“-Teilnehmer darbot, war der dritte Satz aus der Sonate B-dur KV 570 von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Publikum quittierte die Vorträge mit viel Applaus.

„Von einem großen Meister der Klassik zu einem großen Meister der Unterhaltungsmusik“ – mit diesen Worten leitete Renate Schlomski über zum Lied „Weihnachtszeit, Kinderzeit“ von Udo Jürgens, das zum Programm von Pro Musica gehörte.

Nach dem Ende des Konzerts spendeten die Besucher viel wohlverdienten Beifall. Renate Schlomski kündigte einen „überraschenden Abschluss“ an.

Man wolle „dieses Konzert ganz leise“ schließen, statt einer Zugabe las sie ein Gedicht über die Liebe, bevor sich die Zuschauer auf den Weg nach Hause machten – ein gelungener Auftakt zum vierten Advent.

Von Ulrike Zietlow

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