Evangelische Gemeinde plant Turmsanierung

Blcik auf einen Kirchturm mit einem Gerüst am Fuß des Turms.
Im Inneren weist der Turm Mängel auf. Foto: Moritz Körschgen

Seit Dezember 2024 steht ein kleines Gerüst am Turm der Lutherkirche. Was es damit auf sich hat, erläutert Jörg Scherdin aus dem Presbyterium der Gemeinde auf Anfrage: „Ende 2024 ist bei einer Überprüfung aufgefallen, dass einige Steine beim Wiederaufbau der Kirche nach dem 2. Weltkrieg nicht richtig eingesetzt wurden. Außerdem wurde ungeeignetes Fugenmaterial verwendet, das den Sandstein angreift.“

Um das Ronsdorfer Wahrzeichen zu erhalten, plant die Gemeinde daher jetzt die Sanierung. „Wenn wir zu lange warten, wird es irgendwann zu spät sein. Die Schäden werden dann immer schlimmer und die Kosten immer höher“, so Jörg Scherdin weiter.

Begonnen haben die Bauarbeiten noch nicht, das Gerüst diene aktuell dem Schutz der Passanten vor eventuell herabfallenden, kleinen Stücken aus dem Mauerwerk: „Eine Gefahr geht von dem Kirchturm aber nicht aus“, betont Jörg Scherdin und erläutert, dass es sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme handele.

Eingeweiht wurde die Kirche 1743, der Turm folgte 1824. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche bis auf die Grundmauern zerstört und danach wieder aufgebaut.

Aktuell sucht die Gemeinde eine Baufirma für die Turmsanierung, auch die Finanzierung muss geklärt werden. Klar sei, dass die Arbeiten kostspielig werden: Die Gemeinde rechnet aktuell mit einem Investitionsvolumen von rund 600.000 Euro. Das haben Gespräche mit einem auf Denkmalschutz spezialisierten Bauunternehmen ergeben.

„Bevor die Gemeinde weitere Schritte einleiten kann, muss das Vorgehen eng mit der Bauberatung des Landeskirchenamts sowie der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt werden – ein Verfahren, das naturgemäß einige Zeit in Anspruch nimmt“, führt Jörg Scherdin aus.

Gemeinde hat mit Spendenaktionen begonnen

Durch Spendenaktionen wie Konzerte, das Gemeindefest oder Kollekten wird bereits jetzt auf das Projekt aufmerksam gemacht und um Spenden geworben. Beispielsweise spielten Jens-Peter Enk und Christian Auhage am Samstag ein Konzert mit Klavier und Orgel und baten am Ausgang um eine Spende für die Turmsanierung.

„Jede Unterstützung ist willkommen, denn eines ist klar: Aus eigenen Mitteln kann die Gemeinde diese große Aufgabe nicht bewältigen und ist auf die Hilfe der Ronsdorfer Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, so Jörg Scherdin.

Weitere Informationen zum Projekt folgen, sobald sie spruchreif sind.

Von Moritz Körschgen

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