Die Sanierung von Schloss Burg ist (fast) abgeschlossen

Luftbildaufnahme von Schloss Burg.
Am ersten Septemberwochenende wird Schloss Burg nach der Sanierung offiziell wiedereröffnet. Foto: Lukas Bartels

Schloss Burg begeht am 7. September den öffentlichen Eröffnungstag nach der Sanierung. Die (kostenfreien) Eintrittskarten für den „Entdeckertag“, die online gebucht werden können, sind stark nachgefragt, einige Zeitfenster sind bereits ausgebucht. Mehr unter www.schlossburg.de.

Ein Traum vom Schloss und Denkmal von nationaler Bedeutung

Seit 2013 ist Schloss Burg ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Damit die Anlage dauerhaft Glanzpunkt in der Region bleibt und auch weiterhin zum spannenden Besuch einlädt, wurde sie seit 2013 unter Federführung der Stadt Solingen umfangreich saniert und fit gemacht für die Zukunft.

Fördergelder flossen aus verschiedenen Töpfen von Land, Bund und EU, die Eigentümerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal brachten sich mit Eigenmitteln ein. Insgesamt wurden 54,65 Millionen Euro investiert.

Sitz der Grafen von Berg, Ruine, Wiederaufbau, Sanierung

Die Ursprünge von Schloss Burg reichen zurück bis ins 12. Jahrhundert: im Mittelalter war die Anlage Sitz der Grafen von Berg, Schauplatz höfischer Feste und Ort großer Politik. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts war Schloss Burg zur Ruine verfallen.

Den Wiederaufbau nahm der 1887 gegründete Schlossbauverein in die Hand – wie man sich damals eine mittelalterliche Burg vorstellte.

Im Zuge der aktuellen Sanierung hat Schloss Burg an historischer Authentizität gewonnen: Dort, wo man originale Substanz aus dem Mittelalter gefunden hat, wurde sie bewahrt. Darüber hinaus wurde aber im Detail so restauriert, wie man „damals“ wiederaufgebaut hatte.

Das Eröffnungswochenende – Festakt und Entdeckertag

Zur Wiedereröffnung nach Abschluss der Sanierung – Baugerüste und Absperrungen gehören der Vergangenheit an – laden die Eigentümerstädte und der Schlossbauverein Anfang September zum Festwochenende ein.

Am Samstag, 6. September, findet ein Festakt mit geladenen Gästen statt, am Sonntag, 7. September, folgt der Entdeckertag für alle Interessierten.

Rundgang durch die Innenräume – Schloss Burg neu entdecken

Wer dann das „neue“ Schloss Burg erkunden möchte, kann online (kostenfrei) Eintrittskarten buchen. Sie berechtigen zu einem Rundgang in einem vorgegebenen Zeitfenster.

Der Rundgang beginnt am Eingang Burgtor. Von dort aus geht es zum Bergfried und hinauf zur Aussichtsebene. Dort öffnet sich der Blick über die gesamte Burganlage und die Umgebung. Weiter geht es über den Wehrgang zum Palas-Gebäude mit Rittersaal, der sich mit restaurierten Wandmalereien und einer historischen Farbgestaltung präsentiert.

Durch Ahnengalerie und Kemenate geht es zur Kapelle, wo ebenfalls die Farben aus früheren Zeiten rekonstruiert wurden. Im Anschluss laden der Innenhof und die Nordterrasse zum Entdecken ein. Der Rundgang am Eröffnungstag ist nicht barrierefrei, da er über den Bergfried führt, der nur über Stufen erreichbar ist.

Der Rundgang lädt ein, Schloss Burg im Inneren neu zu entdecken. Wegweiser sind dabei unter anderem „echte Ritter“ der Vereinigungen „Georgsritter“ und „Wahre Bergische Ritterschaft“.

Programm auf dem Schlossplatz mit Gaukler, Clown und Fotobox

Auf dem Schlossplatz vor dem Eingang unterhält „Kasper, der Gaukler“ mit seinen Kunststücken kleine und große Gäste (11.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15.30 Uhr, jeweils 30 Minuten). Der international bekannte und prämierte Clown Peter Shub präsentiert auf einer kleinen Bühne sein Programm (11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr).

Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Verpflegungsstände. Der Eröffnungstag endet auch hier um 17 Uhr. Für das Programm auf dem Schlossplatz ist keine Eintrittskarte notwendig.

Das Stadtteilmanagement Burg in der Nähe der Wupperinsel in Unterburg (vor der ehemaligen Sparkasse) heißt ebenfalls Gäste willkommen (12.30 bis 15.30 Uhr). Dort kann man mit einer Fotobox u.a. Erinnerungen festhalten.

Weiterführende Informationen, die in den nachfolgenden Wochen bis zur Eröffnung ergänzt werden, gibt es vor allem unter www.schlossburg.de.

Sanierung und Neuausrichtung der Dauerausstellung

Im Zuge der Sanierung wurde die technische Gebäudeausrüstung zeitgemäß aufgestellt, etwa mit neuen Leitungen, einer ökologischen Heizzentrale oder dem Einbau eines Aufzugs, der große Teile der Gebäude barrierefrei erschließt.

Mit neuer, historischer Farbgestaltung und liebevoll restaurierten Wandgemälden zeigen sich etwa der eindrucksvolle Rittersaal, die Kapelle, die Ahnengalerie, die Kemenate: Sie wurden im Detail so wiederhergestellt, wie man sich im ausgehenden 19. Jahrhunderts eine mittelalterliche Burg vorstellte – ein „Traum vom Schloss“.

Eindrucksvoll zu erkennen ist die Veränderung auch in den Höfen: Mauern, in späteren Jahren gezogen, wurden entfernt. Die frühere Großzügigkeit kehrt damit zurück. Erschlossen wurden dabei auch Bereiche, die lange nicht zugänglich waren, etwa die romantische Nordterrasse.

Neu ausgerichtet wurde das Museum von Schloss Burg. Die neue Dauerausstellung wird zurzeit noch eingerichtet und ist voraussichtlich ab November fertig. Sie beschäftigt sich mit Persönlichkeiten und Ereignissen, die in der Geschichte von Schloss Burg wichtig waren, aber auch mit dem Leben im Mittelalter und auf einer Burg.

Anreise am Eröffnungstag – ÖPNV, Shuttlebus, begrenzte Parkplätze

Am Veranstaltungstag werden neben den begrenzten Parkplätzen am Schloss zusätzliche Parkplätze in Unter- und Oberburg eingerichtet. Trotzdem ist der Parkraum begrenzt.

Deshalb empfiehlt es sich, mit dem regulären Bus anzureisen. Zusätzlich pendelt an diesem Tag ein Shuttlebus im 20 Minuten-Takt zwischen Bahnhof Mitte in Solingen und Rewe-Parkplatz in Wermelskirchen, mit einer Haltestelle unmittelbar vor Schloss Burg.

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