Die Katholische Gemeinde St. Joseph lädt am Dienstag, 12. Mai, um 19.30 Uhr zur Reihe „Das Gespräch“
ins Gemeindezentrum, Remscheider Straße 8, ein.
Thema ist dieses Mal „Der Autor der Apostelgeschichte als Historiker“, Referent ist Pfarrer Norbert Grund.
„Von Anfang an hat man die Apostelgeschichte als Fortsetzung des Lukasevangeliums gelesen und ihren Verfasser mit dem des Evangeliums identifiziert. Was doch auf der Hand liegt; schließlich knüpft das
Vorwort der Apostelgeschichte ganz offensichtlich an das des Lukasevangeliums an: ‚Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat‘ (Apg 1,1).“, so die Veranstalter.
Weiter heißt es: „Seit jeher stand daher die Apostelgeschichte im Schatten des Lukasevangeliums, was sich selbst noch in der heutigen Leseordnung für Sonn- wie Werktage auswirkt.
‚Demgegenüber plädiere ich dafür, die Apostelgeschichte losgelöst vom Lukasevangelium gesondert zu betrachten‘, so der emeritierte Erlangener Neutestamentler Peter Pilhofer. ‚D.h. ich möchte den Verfasser der Apostelgeschichte als eigenständige Persönlichkeit im Rahmen der frühchristlichen Literatur ins Auge fassen.‘
Da der wissenschaftliche Mainstream weiterhin vom lukanischen Doppelwerk spricht, eine zu vernachlässigende Einzelmeinung? Oder ein innovativer Blickwechsel, der überraschende Einsichten aus der Apostelgeschichte für christliche Gemeinden heute zugänglich machen kann?
Der Teilnehmerbeitrag für die Veranstaltung beträgt 3 Euro.