Leibniz-Gymnasium: „Der zerbrochene Spiegel“ – die Frage nach der Schuld

Vier Darsteller auf einer Bühne.
"Der zerbrochene Spiegel", aufgeführt vom Literaturkurs, behandelt schwierige Themen. Foto: Moritz Körschgen

Bei der ersten Aufführung des Literaturkurses seit der Corona-Pandemie brachten die Schüler des Leibniz-Gymnasiums ein schwieriges Thema mit viel Schauspielkunst auf die Bühne.

Wie sich im Laufe des Stücks herausstellt, hat die Lehrerin einer Ballettschule Schülerin Mathilda ein Empfehlungsschreiben geschrieben und dafür sexuelle Gegenleistungen verlangt.

„Der zerbrochene Spiegel“, so der Titel des Stücks, steht in der Umkleide der Tanzschule und ist für das Tanzteam enorm wichtig. Bei einem geheimen Treffen zwischen der Lehrerin und Mathilda in der Umkleide geht der Spiegel zu Bruch.

Die Trainerin versucht, die Schuld dafür auf Mathilda zu schieben, die sich seit der Scheidung ihrer Eltern in Therapie befindet und dauerhaft schwere Schuldgefühle spürt.

Die „Schuldfrage“ war ein elementarer Teil des Stückes, das mit dem Aufruf des Kurses im 12. Jahrgang endete, die Schuld für sexualisierte Gewalt oder Grenzverletzungen nie bei den Betroffenen zu suchen. -mk

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