15 Jahre Förderverein: Erfolgsgeschichte des Bandwirker-Bades

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch.
Elke Buchholz (1. Vorsitzende des Fördervereins) und Kassierer Steffen Hellmig. Foto: Moritz Körschgen

Vor fast genau 15 Jahren – am 1. März 2011 – hat die Stadt Wuppertal dem Bandwirker-Bad-Team den Schlüssel für das Ronsdorfer Schwimmbad überreicht.

Die 15-jährige Geschichte des ehrenamtlich betriebenen Bades fasste Christel Auer bei der Jahreshauptversammlung des Bad-Fördervereins zusammen. Im Anschluss berichtete der Vorstand über die aktuellen Pläne und Aktivitäten.

Viel ehrenamtlicher Einsatz und große Sorgfalt bei den Finanzen

Christel Auer, heute 1. Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins (HuB), erinnerte sich gut an die Anfänge des Bades. 2009 kam die Hiobsbotschaft: Das damals noch städtisch betriebene Schwimmbad muss aus Kostengründen schließen.

Ende 2009 fasste der HuB den Entschluss, sich um den Fortbestand zu kümmern. Gerade das Schul- und Vereinsschwimmen wollten die Ehrenamtler erhalten. Auch die Möglichkeit für die Ronsdorfer, ohne lange Anreise ihre Bahnen zu ziehen, war dem HuB wichtig.

Nach vielen Gesprächen und Diskussionen unter der großen Frage „Wie führt man ein Bad?“ gründete sich im Oktober 2010 der Förderverein Bandwirker-Bad. Knapp 6 Monate später erfolgte die Schlüsselübergabe.

„Das hat viel Kraft gekostet“, erinnerte sich Christel Auer an die Gründungszeit und lobte den Einsatz aller Beteiligten, insbesondere aber des ersten Vorstandsteams aus Jürgen Windgassen, Sandra Kappe, Reinhard Konietzko und Frank Wolta.

Allen früheren und heutigen Vorstandsmitgliedern attestierte Christel Auer große Sorgfalt in ihrer Arbeit, insbesondere in Sachen Finanzen lobte sie die Vorstände als „sehr umsichtig mit Geld.“ Stets hätten die Bad-Teams das Wohl des Schwimmbades als ihre erste Priorität gesehen.

Mitgliederzahlen wachsen wieder, viele Aktionen geplant

Kassierer Steffen Hellmig stellte die Zahlen vor, darunter auch die wieder steigenden Mitgliederzahlen. Insgesamt zählte der Verein vor der Versammlung 656 Mitglieder mit einem Plus von 32 neuen Mitgliedern im letzten Jahr. In diesem Jahr seien es bereits 10 weitere.

Nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Mitgliederrückgangs – vor allem, weil viele Mitglieder verstorben sind, ohne dass neue nachrückten – freute sich der Kassierer über diesen Trendwechsel.

Elke Buchholz (1. Vorsitzende) dankte allen Mitgliedern, Helfern, Spendern und Unterstützern für ihren Einsatz, denn: „Ein Verein lebt nicht von Paragraphen, sondern von seinen Helfern, Gemeinschaft, Engagement, Herzblut und Improvisationstalent.“

Neue Helfer für die zahlreichen Aktionen oder hinter den Kulissen begrüßt der Verein jederzeit gerne, führte die 1. Vorsitzende aus und blickte auf die Veranstaltungen im letzten Jahr. Grünkohlessen, Eierlotten, Schwimm-Olymp, Weinfest und Wurstlotten sorgten für zusätzliche Einnahmen, waren aber auch wichtig, um das Bad im Bewusstsein der Ronsdorfer zu halten.

Das Grünkohlessen hat bereits stattgefunden, die anderen Veranstaltungen sind auch in diesem Jahr wieder geplant, bis auf das Weinfest (21. bis 23. August) stehen die Termine noch nicht fest.

Bauarbeiten und Reparaturen – große Dachsanierung geplant

Für die Betreibergesellschaft des Bades „BaRon“ stellte Thomas Heider kleine und große Bauarbeiten vor, die für den Betrieb unerlässlich sind: Von „unsichtbaren“ Reparaturen wie einem neuen Abwasserrohr im Technikraum bis zur Sanierung der Damenduschen muss das Bad jährlich Investitionen tätigen, die teilweise im sechsstelligen Bereich liegen, um den Betrieb zu sichern.

Aktuell bewirbt sich das Bad um ein Förderprogramm für die Dachsanierung. Mit einem Eigenanteil von 50.000 Euro würde dem Bad ein Investitionsvolumen von insgesamt 655.000 Euro zukommen, wenn die Bewerbung erfolgreich ist. Neben der Dachsanierung würde das Bad dann mit einer Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe ausgestattet.

Ticketpreise werden steigen, Kinderschwimmen bleibt bei 1,- Euro

Zum Schluss hatten die Mitglieder noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ein Besucher wollte wissen, ob das Bad seine Ticketpreise erhöhen wird, wie es auch die Stadt für seine städtischen Schwimmbäder zum 1. April vorsieht.

Thomas Heider bejahte diese Frage. Man wolle die Erhöhungen „moderat“ halten, genaue Zahlen stünden allerdings noch nicht fest.

Nur eins war klar: „Der Preis für das Kinderschwimmen bleibt bei 1,- Euro.“ So sollen auch Kinder aus einkommensschwachen Haushalten weiterhin die Möglichkeit haben, in Ronsdorf zu schwimmen.

Von Moritz Körschgen

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