1.500 Euro für die Ronsdorfer Theke – eine Zweigstelle der Wuppertaler Tafel

Drei Menschen mit einem Spendenscheck über 1.500 Euro für die Ronsdorfer Theke
Von links: Jürgen Harder, Chorleiter von „Musik 74“, Helena Schindler von der Ronsdorfer Theke und Gerhard Blombach, Beiratsvorsitzender des Chors, bei der Übergabe des symbolischen Schecks.

Das Adventskonzert des Chores „Musik 74“ am dritten Adventssonntag war nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern auch ein Gewinn für die Ronsdorfer Theke, denn der Chor hatte um Spenden für die Einrichtung gebeten.

Chorleiter Jürgen Harder und Beiratsvorsitzender Gerhard Blombach haben jetzt einen Spendenscheck über 1.500 Euro an Helena Schindler von der Theke überreicht.

„Die Anregung für diese Spende kam aus den Reihen des Chores und wurde gemeinsam beschlossen“, erklärte Gerhard Blombach und fügte hinzu: „Die Sängerinnen und Sänger wollten an lokaler Stelle etwas Gutes tun und sind froh über den großartigen Erfolg. Wir sind auf das Ergebnis von 1.500 Euro sehr stolz.“

Wuppertaler Tafel beliefert die Ronsdorfer

Helena Schindler, Mitinitiatorin der Ronsdorfer Theke und seit 24 Jahren dabei, freute sich über die großzügige Spende, denn die Lage der Theke ist schwieriger geworden. „Die Ronsdorfer Theke ist als Tafelladen ein Ableger der Wuppertaler Tafel. Wir werden von der Tafel beliefert, doch von dort kommt oft nicht genug.“

So ist sie auf die Idee gekommen, Ronsdorfer Geschäftsleute anzusprechen. Aktuell erhält sie für die Theke regelmäßig Obst und Gemüse und die Bäckerei Polick spendet Brot und Brötchen. „Wenn es nicht reicht, muss ich zukaufen, damit alle Menschen, die uns aufsuchen, versorgt werden können“, so Helena Schindler.

45 bis 50 Ronsdorfer kommen regelmäßig zur Theke

„Wenn sie zu uns kommen, müssen sie ihre Bedürftigkeit nachweisen“, erklärt sie die Vorgehensweise. „Dann erhalten sie einen Ausweis, den wir bei der Ausgabe kontrollieren.“ Zurzeit erfolgt die Ausgabe – immer freitags – noch mit fertig gepackten Taschen. „Wegen Corona bereiten wir nach wie vor Taschen vor, denn die Räumlichkeiten der O.T. können nicht belüftet werden“, berichtet Helena Schindler weiter und fügt hinzu: „Jeder zahlt zwei Euro – das ist eine Vorgabe der Wuppertaler Tafel – und kann sich dafür eine Nummer ziehen, ab 11 Uhr werden dann die Taschen ausgegeben.“

Wenn in einem Haushalt mehrere Personen leben, werden zusätzliche Lebensmittel verteilt, doch viele der Menschen, die zur Ronsdorfer Theke kommen, sind laut Helena Schindler Einzelpersonen. Zurzeit seien es rund 45 bis 50 Ronsdorfer, die mehr oder weniger regelmäßig das Angebot nutzen.

Neue Ehrenamtler werden immer gesucht

Helena Schindler erläutert: „Wer von Grundsicherung lebt, ist oft vom Leben abgeschnitten, ein Cafébesuch oder Ähnliches sind nicht drin. Da bildet die Theke einen wichtigen Treffpunkt. Leider trauen wir uns wegen der fehlenden Belüftung noch nicht, das Café wieder zu eröffnen, um dieses als Treffpunkt anzubieten. Es gibt aber Überlegungen, einen anderen Raum dafür zu nutzen.“

Zurzeit arbeiten rund 15 Ronsdorfer, zum Teil aus den verschiedensten Gemeinden, ehrenamtlich bei der Ronsdorfer Theke mit. Jeder hat etwa ein- bis zweimal pro Monat einen Einsatz. „Wir können immer neue ehrenamtliche Mitarbeiter gebrauchen“, sagt Helena Schindler. Wer Interesse hat, kann sich an sie wenden, Tel. 02 02 / 46 79 65.

„Manche Dinge werden auf kurzem Weg geregelt“, so Helena Schindler und nennt als Beispiel: „Vor kurzem ging bei einem Tafelkunden ein Elektroherd kaputt. Da haben wir einen Aufruf gestartet und einen Ersatz zur Verfügung stellen können.“

Große Unterstützung durch die Ronsdorfer

Glücklich ist Helena Schindler über die Spende eines Kühlschranks. Andreas Sabel von Sabel Küchen und Montage hat der Ronsdorfer Theke das Gerät gespendet. „So können wir verpackte Wurstwaren oder frische Nudeln, die wir oft reichlich bekommen, lagern und einen Teil für die kommende Woche zurückhalten. Wir wissen ja nicht, was wir dann bekommen.“

Daher freut sie sich auch über Ronsdorfer, die freitags vorbeikommen und Geld oder Taschen mit haltbaren Lebensmitteln abgeben. „Ab 8.30 Uhr ist immer jemand von uns vor Ort, dann nehmen wir Geld- und Lebensmittelspenden gerne an. Über den Rückhalt in der Ronsdorfer Bevölkerung sind wir sehr froh. Es macht glücklich zu sehen, dass es zahlreiche Menschen gibt, die sehen, dass es vielen nicht so gut geht.“

von Ulrike Zietlow

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